| zurück | “This is my church” Mit Teenagern Gemeinde gestalten | ||||||
| This is my church möchte Teenager motivieren, sich in ihre Gemeinde einzubringen, sich mit ihrer Gemeinde zu identifizieren und sich am Gemeindeleben aktiv zu beteiligen. Genauso möchte TIMC die Gemeinden (Pfarrer, Pastoren, Diakone, Älteste, Mitarbeiter und Gemeindemitgliede) motivieren, sich auf die Mitarbeit von Teenagern nicht nur einzulassen, sondern sie aktiv zu unterstützen, sie ins Gemeindeleben zu integrieren und ihnen einen festen Platz im Gottesdienst einzuräumen. This is my church soll Teenagern und Gemeindemitgliedern helfen, aufeinander zuzugehen und Vorurteile und Ängste abzubauen. TIMC möchte das suchen und unterstützen, was verbindet, und nicht das, was die Generationen trennt. Wir gehen davon aus, dass es ein Miteinander der verschiedenen Generationen und Gruppen innerhalb der Gemeinde geben kann und dass das im Einklang mit Gottes Wort geschieht. Dieser gemeinsame Schnittpunkt innerhalb der Gemeinde kann der gemeinsame Gottesdienst sein. Aber oftmals reicht dies als einziger Begegnungsort nicht aus. Deshalb möchte TIMC verschiedene Aktionen vorschlagen, die Jung und Alt besser zusammenführen können. Natürlich geht so etwas nicht von heute auf morgen, aber es ist auch nicht unmöglich. Wichtig ist vor allem, dass die verschiedenen Generationen und Gruppen aufeinander zugehen und miteinander ins Gespräch kommen. Wenn jeder sich abkapselt, ist eine echte Gemeinschaft nicht möglich und TIMC kann nichts bringen. TIMC ist nur eine Hilfe, eine Methode, eine Brücke für die Gemeinde - drübergehen muss jeder selbst. Warum Teenager? Teenager sind zwar in einen schwierigen Alter, in dem vieles drunter und drüber geht (vgl. Teil 4, Entwicklung von Teenagern), aber sie sind auch schneller zu begeistern und eher bereit sich in eine Aktion „reinzuhängen“ als ältere Jugendliche bzw. junge Erwachsene. Außerdem ist es wichtig, dass gerade in einer Phase, wo sie sich vom Elternhaus wegbewegen und neue Ansprechpartner suchen, die Gemeinde als mögliches Zuhause angeboten wird. Teenager haben eine Menge Energie, die „nur“ in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss. TIMC möchte helfen, Teens in die Gemeinde zu integrieren, damit sie sich dort einbringen können. Als Teenager bezeichnen wir Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12/13 bis 17/18 Jahren. Natürlich kann man TIMC auch mit jungen Erwachsenen (18 bis 2X Jahren) machen oder mit Kreisen, die von beiden Altersgruppen zusammen besucht werden. Identifikation der Teens mit ihrer Gemeinde This is my church möchte Teenager motivieren, sich mit ihrer Gemeinde auseinander zu setzen und langsam Verantwortung zu übernehmen. Viele Teenager gehen in ihren Teenkreis, aber nur in irgendeine Gemeinde. Im Gegensatz zur Gemeinde spielt der Teenkreis eine wichtige Rolle in ihrem Leben. This is my church möchte helfen, eine echte Identifikation zwischen Teens und Gemeinde aufzubauen. Teenarbeit ist ein Teil von Gemeindearbeit und hat alle Rechte und Pflichten, die andere Kreise in der Gemeinde auch haben. Und dennoch ist zu beachten, dass Teens in einer wichtigen Lebensphase sind (vgl. Teil 3, Einblicke in die Entwicklung von Teenagern), in der sie besondere Zuneigung und Hilfen brauchen, gerade von ihrer Gemeinde. TIMC möchte helfen, dass sowohl Teenager sich mit ihrer Gemeinde auseinander setzen, als auch die Gemeindemitglieder mit ihren Teens. Nur wenn beides stattfindet, gibt es eine reelle Chance der Veränderung. TIMC heißt: Gemeinde und Teenager arbeiten zusammen! Einer der wichtigsten Punke bei This is my church ist die gemeinsame Planung der Aktion von Teenkreis und Leitungskreis (Älteste und Hauptamtliche). Deshalb ist ein Gespräch der Teenmitarbeiter mit dem Pastor und den Ältesten vor der Aktion notwendig. Dabei muss geklärt werden, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen, wo die Gemeinde zu Kompromissen bereit ist und was die Teenager wirklich ändern können bzw. wo sie sich in die Gemeinde mit einbringen können. Werden diese Punkte nicht klar abgesprochen, wird die Begeisterung der Teenager nach der Aktion schnell in Frust umschlagen, wenn sie merken, dass ihre Vorschläge nicht angenommen werden. In unserer Gemeinde haben die Teenmitarbeiter die Aktion geplant und dem Leitungskreis vorgestellt. Zusammen wurde dann überlegt, wo die Gemeinde bereit ist, den Teenagern mehr Mitspracherecht zu geben. Mit diesem überarbeiteten Paket haben wir dann die Aktion This is my church an mehreren Abenden durchgeführt. Die Ergebnisse der Teenager wurden dann bei einem gemeinsamen Treffen des Leitungskreises und des Teenkreises vorgestellt und hart diskutiert. Beide Seiten mussten Kompromisse machen und von ihren Idealvorstellungen zurückweichen, aber beide Seiten haben die anderen etwas besser verstanden. Für die Ältesten war es gut zu sehen, dass sich Teenager Gedanken über die Gemeinde machen und nicht nur destruktiv sind. Das Ergebnis war dann folgendes: Abschaffung der Liederbücher. Stattdessen gibt es ein sechsköpfiges Team (zwei Teens, zwei aus dem „Mittelalter“ und zwei Ältere) die zusammen Gemeindelieder aussuchen, die dann auf Folie geschrieben werden. Einführung einer Teenie-Lobpreisband im Gottesdienst (alle vier Wochen) Predigten sollen nicht mehr länger als 30 Minuten sein, und ein bis zweimal im Monat soll der Jugendpastor predigen. Beteiligung der Teens am Gottesdienst durch Lesungen, Anspiele, Begrüßung etc. Die Gemeinde muss mehr über die Aktivitäten im Teenkreis und die Teens informiert sein, das Verhältnis zwischen Älteren und Jüngeren ist angespannt. Es wird ein gemeinsames Kaffeetrinken geplant, um Differenzen und Ängste abzubauen. Einmal im Jahr soll es ein Treffen von Leitungskreis und Teenkreis geben, um im Gespräch zu bleiben und weiter an This is my church zu arbeiten. Uns allen war und ist klar, dass dieses Treffen nur ein Anfang war, aber er wurde gemacht, und die meisten der beschlossenen Punkte sind mittlerweile umgesetzt. Es sind nicht alle Probleme gelöst, aber wir sind auf einem guten Weg. Hier wird auch deutlich, dass This is my church nicht nur eine Aktion von drei oder vier Wochen ist, sondern eine langfristige Investition in die Gemeindeaufbauarbeit. |
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