zurück „Let´s talk about Jesus!“
Ich erinnere mich an eine Situation vor einiger Zeit, ich war auf einer Einweihungsparty in Stuttgart eingeladen. So gegen 24:00 war die Stimmung etwas abgeflacht und in der Küche hatte sich eine kleine Männerrunde gebildet. Wir kannten uns nicht und so kam kein richtiges Gespräch auf. Nach einer Weile schlug einer vor, dass wir uns doch kurz vorstellen sollten, um uns besser kennenzulernen. Also sagte jeder Name und Beruf, der erste war Arzt, der zweite Informatikstudent, der dritte kam aus der Werbebranche und der vierte war ich. „Pastor!“ Schweigen! „Ähh, ja also.“ Versuch der Erklärung. Mein Herz fing an zu pochen und ich wusste noch nicht einmal richtig, warum. „Und wo arbeitest Du?“ „In einer freikirchlichen Gemeinde in St. Georgen!“ Pause - „Entschuldigung was?“ Die Augen der drei wurden immer größer und ich wurde immer kleiner! Einer entgegnete dann noch, dass er auch manchmal in einer Esoterikgruppe gewesen sei. Und ich habe mich wirklich über mich selbst geärgert. Warum um alles in der Welt war ich so unsicher, warum war mir diese Situation so unendlich peinlich? Ich bin doch sonst nicht auf den Mund gefallen! Das Gespräch verlief dann, dank Gottes Gnade, wirklich noch recht gut. Aber ich habe mir wirklich vorgenommen, auf solche Situationen besser vorbereitet zu sein.

Über was wir alles reden??

Wir Menschen sind im allgemeinen ganz gesprächige Zeitgenossen. Ein gemeinsames Thema finden und wir plappern darauf los, sei es Fußball, Klamotten, Kino, Musik etc. Was gefällt? Was ist in? Was kann oder sollte man am Wochenende unbedingt machen!? Manchmal sind es auch die Nachbarn oder Freunde, über die man das eine oder andere Wort verliert, zu Recht natürlich, weil sie sich wieder so verhalten,. dass man sich einfach das Maul über sie zerreißen muss. Wir reden viel und oft und oftmals einen Haufen Mist und das ist uns auch bewusst, nicht immer, aber manchmal.

Warum fällt es uns leicht, über diese Dinge zu reden und schwer über Jesus zu reden?

Warum können wir den größten Mist erzählen, ohne rot zu werden und für Jesus beginnen wir uns zu schämen? Eigentlich ist das doch nicht normal! Wir wissen doch so viel über den Schöpfer dieser Welt, der für mich am Kreuz gestorben ist und mir neues Leben gegeben hat! Hier kommen zwei wichtige Faktoren zusammen:

1. Wir leben nicht das, was wir glauben!

2. Wir denken die anderen wohl von mir!?

Wenn wir ehrlich sind, lassen sich viele unserer „Gedanken und Ausreden“ auf diese zwei Punkte reduzieren.

1. Wir leben nicht das, was wir glauben!

Wir kennen uns als Christen in der Bibel aus, haben die „fromme Karriere“ vom Kindergottesdienst über Jungscharen bis zur Jugend schon durchlaufen, aber wenn es darum geht, unseren Herrn in der Schule zu bekennen, haben wir immer noch Probleme. Jesus sagt am Ende der Bergpredgt: „Wer meine Worte hört und tut!“ Nicht wer sie weiß, wer sie richtig interpretiert, wer sie sogar in griechisch versteht! Nein, wer sie tut, wer sie anwendet, der ist es, der daran glaubt und in Gottes neuer Welt lebt. Es nützt nichts, wenn ich weiß, dass das Flugzeug um 11:31 von Frankfurt über Los Angels nach Honolulu fliegt. Es nützt nichts, wenn ich weiß, dass ich ein gültiges Flugticket in der Hand habe. Ich muss ins Flugzeug rein. Ich muss handeln. Ich muss davon überzeugt sein, dass dieses Flugzeug das richtige ist und mich an den schönsten Platz dieser Erde befördert. Wissen allein reicht nicht aus! Wir müssen überzeugt sein. Wir müssen versuchen, Schritt für Schritt das, was uns mit Jesus wichtig ist, zu leben. Dann brauchen wir auch keine Angst vor evtl. negativen Reaktionen zu haben.

2. Wir denken die anderen wohl von mir!?

Diese Frage ist uns oftmals total wichtig, man (frau) möchte ja schließlich nicht schlecht dastehen vor den Schulkameraden oder Arbeitskollegen, da man ja noch eine Weile mit ihnen auskommen muss. Das Interessante dabei ist, dass wir oftmals gar nicht wissen, wie sie reagieren. Wir denken nur, dass sie bestimmt das mit „Jesus total lächerlich finden“. Ja? Vielleicht!? Vielleicht aber auch nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich häufiger positivere Reaktionen bekam, als ich erwartete und dass viele Leute interessierter am Glauben sind, als ich mir das so vorstelle. Natürlich sieht das bei dir wieder ganz anders aus! Hast du ´s denn wirklich mal ausprobiert?

Du wärst übrigens nicht der oder die Erste. Tausende andere haben über Jesus berichtet und sind dem Beispiel von Paulus gefolgt, der genau verstanden hat, warum es sich lohnt, von Jesus zu reden. Und er wurde wirklich verfolgt im Gegensatz zu uns heute. Aber ihm war die Gute Nachricht von Jesus total viel wert, deshalb kann er sagen:

„Zu dieser Guten Nachricht bekenne ich mich offen und ohne Furcht; denn in ihr wikrt Gottes Macht. Sie bringt allen Menschen Rettung, die ihr glauben.“

Römer 1,16

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich schäme mich manchmal. Schämen, das hört sich ziemlich schlimm an, vielleicht weil dieses Wort in unserem heutigen Sprachgebrauch keine große Rolle mehr spielt. Heute würde man sagen: „Es ist mir peinlich!“ Wie im Beispiel am Anfang.

Wenn sich jemand schämen müsste, dann Gott wegen uns, und nicht wir wegen Gott! Aber das Erstaunliche: Gott schäme sich unser nicht, deshalb sollten wir uns nicht seiner schämen!

Paulus sagt: „Ich schäme mich nicht des Evangeliums!“ Gott und seine Botschaft brauchen sich vor den Weltreligionen und Weltanschauungen dieser Tage nicht zu verstecken, im Gegenteil, diese Botschaft steht über allem, diese Botschaft hat die Kraft zur Veränderung. Aber ich weiß auch, dass ich das nicht aus mir heraus machen kann. Ich brauche Gottes Hilfe dabei. Nicht aus mir selbst, sondern aus Gott!

Also:

„Let´s talk about Jesus!“